Rom

Rom, das ist Gegenwart und Vergangenheit zugleich - einst Mittelpunkt eines mächtigen Imperiums, heute Zentrum einer Weltreligion. Und so ist ein Besuch Roms, ähnlich wie eine Reise ins Heilige Land, eine Pilgerfahrt zu den Quellen des Christentums. Zwei Jahrtausende Weltgeschichte sind in keiner anderen Stadt so “lebendig“, nirgendwo sonst findet sich eine solch überwältigende Zahl an Zeugnissen der Kultur- und Kirchengeschichte. Eine Romfahrt ist aber auch immer eine Pilgerfahrt zu den Gräbern der Apostelfürsten, zu den Märtyrerstätten der frühen Christenheit, zum Zentrum der katholischen Kirche.

Der  Rom-Pilger kann die katholische Kirche als große Gemeinschaft erleben. Ein Besuch des Vatikans, wo die Römische Kurie, die Leitung der Weltkirche ihren Sitz hat, gehört deshalb ebenso zum Programm wie die Papst-Audienz. Wer die Möglichkeit hat, zu besonderen Festtagen des Kirchenjahres nach Rom zu kommen, sollte sich dies nicht entgehen lassen. Die Mitfeier der großen Gottesdienste, speziell zwischen Palmsonntag und Ostersonntag bleibt ein unvergessliches Erlebnis.
In der Antike galt Rom als das Zentrum der Welt. Die Überreste unzähliger römischer Bauwerke zeugen von dem einst mächtigen Mittelpunkt des Imperium Romanum. Hier begann sich auch das junge Christentum als neue Religion allmählich zu entwickeln.

Als erster Bischof von Rom gilt der Apostel Petrus, der der Überlieferung nach auch die christliche Gemeinde gegründet haben soll. Er starb etwa 67 nach Christus als Märtyrer und soll auf dem Friedhof bei den vatikanischen Gärten beigesetzt worden sein. Nachdem das Christentum 313 durch Kaiser Konstantins Toleranzedikt zur römischen Staatsreligion erhoben wurde, ließ der Kaiser über dem Petrus Grab eine erste Kirche bauen, die er nach dem ersten Papst benannte. Bis heute birgt der Petersdom das Grab des heiligen Petrus.
Neben Petrus zählt auch der Apostel Paulus zu den Gründern der christlichen Gemeinde in Rom. Er starb etwa zur gleichen Zeit wie Petrus auch als Märtyrer in Rom. Paulus’ Grab befindet sich vermutlich unterhalb der Kirche St. Paul vor den Mauer.

Ein Zeugnis der frühen Christenheit geben die Katakomben, die alten Begräbnisstätten der frühen Christen, in denen viele Märtyrer beigesetzt wurden. Die Christen übernahmen den Brauch, ihre Toten in Katakomben zu bestatten, im 2. Jahrhundert. Bis zum 5. Jahrhundert wurden die Katakomben bis zum Umfang einer unterirdischen Basilika von den Christen ausgebaut. In der Ausstattung der Räume sind wertvolle frühe christliche Symbole erhalten.
Die Katakomben wurden nicht als geheimes Versteck für verfolgte Christen benutzt, erst spätere Legenden haben sie als Zufluchtsort geschildert.